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Natur- und Landschaftspfleger / Natur- und Landschaftspflegerin
Ausbildung & Beruf

Gehalt im Beruf 2.556 – 3.127 € brutto pro Monat
Ausbildungsdauer 10 – 12 Monate
Ausbildungsart Weiterbildung
Empfohlener Abschluss abgeschlossene Ausbildung

Aktualisiert am 10.04.2026

Was macht ein Natur- und Landschaftspfleger (m/w/d)?

Ein Natur- und Landschaftspfleger plant, organisiert und überwacht professionelle Maßnahmen zum Schutz und zur Entwicklung von Landschaften. Er sorgt dafür, dass Biotope erhalten, aufgewertet oder neu geschaffen werden und stimmt Arbeiten mit Naturschutzbehörden und Auftraggebern ab. Dazu gehört zum Beispiel, Pflegekonzepte für Wiesen, Hecken, Moore oder Gewässer zu entwickeln und deren Umsetzung zu steuern. Er plant den Einsatz von Personal und Maschinen, kalkuliert Kosten und kontrolliert die Qualität der Arbeiten. Außerdem bewertet er Eingriffe in Natur und Landschaft, wirkt bei Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen mit und dokumentiert Ergebnisse. Durch seine Fachkenntnisse verbindet er praktischen Naturschutz, betriebliche Abläufe und gesetzliche Vorgaben zu einem stimmigen Gesamtpaket.

Wo kann ich als Natur- und Landschaftspfleger arbeiten?

Als Natur- und Landschaftspfleger arbeitest du überall dort, wo Naturflächen erhalten oder entwickelt werden sollen. Je nach Arbeitgeber bist du mehr im Büro, im Außendienst oder direkt im Gelände unterwegs. Typische Arbeitgeber sind zum Beispiel:

  • Kreis- oder Gemeindeverwaltungen wie Umweltämter, Grünflächenämter und kommunale Bauhöfe
  • Naturparks, botanische oder zoologischen Gärten
  • Landschaftspflegeverbände und Naturschutzorganisationen
  • Forstbetriebe und Landwirtschaftsbetriebe mit Naturschutzschwerpunkt
  • Naturparks, Biosphärenreservate und Naturschutzgebiete
  • Spezialisierte Landschaftspflege- und GaLaBau-Betriebe
  • Abfallwirtschaftsunternehmen und Deponiebetreibern

Die Arbeit von Natur- und Landschaftspflegern findet in erster Linie im Freien statt, z. B. im Wald, Naturpark, Landschaftsschutzgebiet oder einem Biotop. Darüber hinaus sind sie aber auch in Büro- und Schulungsräumen tätig. Am Computer werden Messdaten eingegeben und analysiert, Einsatzpläne aufgesetzt, Kostenaufstellungen gemacht und Rechnungen geschrieben. Auch Informationsveranstaltungen zum Naturschutz führen sie durch.

Arbeitszeiten als Natur- und Landschaftspflegerin

Die Arbeitszeiten als Natur- und Landschaftspflegerin sind meist geregelt, können sich aber je nach Arbeitgeber unterscheiden. In Verwaltungen und Verbänden arbeitest du in der Regel zu üblichen Bürozeiten mit gelegentlichen Außenterminen. In praxisnahen Betrieben mit eigenem Pflegetrupp bist du öfter im Gelände unterwegs, oft tagsüber von Montag bis Freitag. In der Hauptsaison von Frühjahr bis Herbst kann es zu längeren Tagen kommen, wenn Pflegemaßnahmen termingebunden sind. Dafür ist es im Winter häufig etwas ruhiger, mit mehr Zeit für Planung, Berichte und Abstimmungen. Wochenendarbeit ist eher die Ausnahme und betrifft vor allem Veranstaltungen, Pflegetage oder Bürgerinformationen. Schichtdienst ist unüblich, Bereitschaften kommen selten vor.

Wie viel verdient ein Natur- und Landschaftspfleger?

Als Natur- und Landschaftspfleger kannst du mit einem soliden, aber eher durchschnittlichen Gehalt zwischen 2.556 und 3.127 Euro brutto rechnen. Häufig wirst du im öffentlichen Dienst oder in ähnlichen Strukturen bezahlt, was dir ein geregeltes Einkommen und sichere Rahmenbedingungen gibt.

Je nach Arbeitgeber, Bundesland und Erfahrung liegt das Einstiegsgehalt meist im unteren bis mittleren Tarifbereich. Mit wachsender Berufspraxis, Zusatzqualifikationen oder mehr Verantwortung, etwa als Vorarbeiter, wird dein Lohn dann steigen. In privaten Betrieben und Dienstleistungsunternehmen sind die Gehälter teils etwas flexibler, hängen aber stark von Auftragslage und Region ab. Zusätzliche Vorteile können betriebliche Altersvorsorge, Jahressonderzahlungen oder Zulagen für Außendienst sein.

Wie viel verdient eine Natur- und Landschaftspflegerin in der Ausbildung?

Da Natur- und Landschaftspfleger ein Weiterbildungsberuf ist, gibt es keine Ausbildungsvergütung wie in einer dualen Ausbildung. Du hast vorher in der Regel einen anerkannten Berufsabschluss, zum Beispiel als Landwirt, Gärtner, Forstwirt oder Winzer, und verfügst bereits über Berufserfahrung. Während der Vorbereitung auf die Prüfung zum geprüften Natur- und Landschaftspfleger besuchen manche berufsbegleitende Lehrgänge und bleiben im normalen Gehalt ihres Betriebs. Andere nehmen an Vollzeitlehrgängen teil und nutzen Förderungen wie Aufstiegs-BAföG oder Stipendien. Wichtig ist, dass du früh prüfst, welche Förderprogramme für dich infrage kommen und wie du die Lehrgangszeit finanziell planen kannst.

Wie läuft die Ausbildung als Natur- und Landschaftspfleger ab?

Die Natur- und Landschaftspfleger Ausbildung ist eigentlich eine geregelte berufliche Weiterbildung mit Abschlussprüfung. Du bereitest dich in speziellen Lehrgängen auf die Prüfung vor, die von zuständigen Stellen, zum Beispiel Landwirtschaftskammern, abgenommen wird. Die Lehrgänge können in Vollzeit oder berufsbegleitend organisiert sein und verbinden Unterricht mit praxisnahen Projekten. Im Unterricht vertiefst du dein Wissen zu Naturschutz, Landschaftspflege, Betriebsführung und Recht. Oft arbeitest du in Fallstudien an echten Projekten, planst Maßnahmen und präsentierst Ergebnisse. Für die Prüfungszulassung brauchst du eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem grünen Beruf und mehrjährige Praxis. Am Ende legst du eine schriftliche, mündliche und praktische Prüfung ab und erhältst einen bundesweit anerkannten Abschluss.

Wie lange dauert die Ausbildung als Natur- und Landschaftspfleger?

Die Weiterbildung zum Natur- und Landschaftspfleger dauert je nach Form und Anbieter des Lehrgangs unterschiedlich lang, im Schnitt aber 10 bis 12 Monate in Teilzeit. Vollzeitlehrgänge sind häufig auf wenige Monate ausgelegt, je nach Umfang und Organisation. Berufsbegleitende Modelle strecken sich oft über längere Zeiträume, mit Unterrichtsblöcken oder Abend- und Wochenendterminen. Hinzu kommt deine persönliche Vorbereitungszeit für Prüfungen, Projektarbeiten und Hausaufgaben.

Was sind die Ausbildungsinhalte als Natur- und Landschaftspfleger?

In der Weiterbildung lernst du, wie du Landschaftspflege fachlich planst, organisierst und wirtschaftlich beurteilst. Ein Schwerpunkt liegt auf Naturschutzfachwissen, Biotopen, Lebensräumen und Arten sowie deren Bewertung. Typische Inhalte der Weiterbildung sind zum Beispiel:

  • Grundlagen des Naturschutzes und der Landschaftspflege: Bedeutung und Ziele des Naturschutzes, Pflanzen- und Tierarten mit ihren Lebensräumen, Arten und Biotope kartieren, Landschaftsnutzung, Umweltbelastungen, Auswirkungen auf den Naturhaushalt
  • Planung, Ausschreibung und Steuerung von Landschaftspflege- und Naturschutzmaßnahmen in unterschiedlichen Lebensräumen.
  • Natur- und Umweltrecht, Eingriffsregelung, Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen sowie Zusammenarbeit mit Behörden.
  • Betriebsführung, Arbeitsorganisation, Kalkulation, Personalführung und Kommunikation mit Auftraggebern und Öffentlichkeit.

Außerdem arbeitest du an Projekten, wertest Daten aus und trainierst Präsentationstechniken. So wirst du vom praktischen „Macher“ zum fachlich verantwortlichen Planer und Koordinator im Naturschutz.

Voraussetzungen für die Ausbildung als Natur- und Landschaftspfleger

Für die Weiterbildung zum Natur- und Landschaftspfleger brauchst du eine passende berufliche Basis und praktische Erfahrung. In der Regel wird eine abgeschlossene Berufsausbildung im grünen Bereich verlangt, zum Beispiel als Landwirt, Forstwirt, Gärtner, Winzer oder Landschaftsgärtner. Zusätzlich musst du mehrere Jahre Berufspraxis in einschlägigen Tätigkeiten nachweisen, oft mindestens zwei bis drei Jahre. Du solltest sicher im Umgang mit naturkundlichen Themen sein und erste Erfahrung mit Naturschutz- oder Landschaftspflegeprojekten haben.

Wichtig sind außerdem Organisationstalent, Verantwortungsbewusstsein und Freude an der Zusammenarbeit mit Behörden, Betrieben und Ehrenamtlichen. Gute Deutschkenntnisse, grundlegende EDV-Kenntnisse und die Bereitschaft, dich intensiv weiterzubilden, runden dein Profil ab.

Schulfächer
  • Bio/Chemie
  • Mathe
  • Werken/Technik
Stärken
  • Handwerklich-technisches Geschick
  • Sorgfalt und Genauigkeit
  • Organisationstalent
Arbeitsbedingungen
  • Umfeld: im Freien, im Büro
  • Arbeit bei Kälte, Hitze u. Nässe
  • Körperliche Beanspruchung

Darüber hinaus ist oft ein Führerschein der Klasse B bzw. C notwendig. Auch ein Kettensägenschein kann je nach Einsatzgebiet gefordert werden.

Weiterbildung und Karrierechancen als Natur- und Landschaftspflegerin

Nach der Weiterbildung als Natur- und Landschaftspflegerin hast du sehr gute Chancen, verantwortungsvolle Aufgaben zu übernehmen. Du kannst Pflegeteams anleiten, Projekte steuern oder in Verwaltungen als Fachkraft für Naturschutz und Landschaftspflege arbeiten. Mit deiner Qualifikation bist du interessant für Verbände, Behörden, Planungsbüros und größere Landschaftspflegebetriebe. Als nächster Schritt kommen weitere Aufstiegsfortbildungen in Frage, zum Beispiel zum Meister im Garten- und Landschaftsbau, in der Landwirtschaft oder im Forstbereich.

Mit Hochschulzugang kannst du auch ein Studium anschließen, etwa in Landschaftsarchitektur, Landespflege, Forstwissenschaft oder Umweltplanung. Damit öffnest du dir Türen in Planung, Gutachtertätigkeit oder höherwertige Stellen im öffentlichen Dienst.

Fazit: Vielfältige Chancen als Natur- und Landschaftspfleger

Als Natur- und Landschaftspfleger baust du auf deinem erlernten Beruf auf und machst den nächsten Karriereschritt im Naturschutz. Du entwickelst dich vom praktischen Facharbeiter zum Planer und Koordinator, der Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege fachlich beurteilt und steuert. Deine Arbeit hat direkten Einfluss auf den Zustand von Landschaften, Biotopen und Artenvielfalt und verbindet Praxis mit Verantwortung. Durch die anerkannte Weiterbildung verbesserst du in der Regel auch deine Verdienstmöglichkeiten und deine Position auf dem Arbeitsmarkt.

Zusätzlich eröffnen sich dir weitere Wege, etwa Fortbildungen zum Meister oder ein Studium im Umwelt- und Landschaftsbereich. Wenn du Natur liebst und beruflich mehr gestalten willst, bietet dir dieser Abschluss starke und zukunftssichere Perspektiven.

Noch Fragen? Wirf einen Blick in unser FAQ

Auf dem Arbeitsmarkt hast du als Natur- und Landschaftspfleger gute Chancen. Viele Städte, Kommunen und Betriebe suchen Leute für Pflege von Grünflächen. Du arbeitest oft im öffentlichen Dienst, in Fachbetrieben oder Dienstleistungsfirmen. Auch Projekte rund um Parks, Wege oder Ausgleichsflächen brauchen einen Natur- und Landschaftspfleger. Mit Erfahrung, Zusatzqualifikationen und Führerschein steigen deine Jobchancen und Verdienstmöglichkeiten. Stellenangebote findest du vor allem in ländlichen Regionen und Vororten.

Ja, der Beruf Natur- und Landschaftspfleger ist auch für Quereinsteiger gut machbar. Mit Berufserfahrung in Handwerk, Gartenbau oder Landwirtschaft hast du starke Pluspunkte. Oft reicht eine passende Weiterbildung, Schulung oder ein praxisnaher Einstieg im Betrieb. Du musst körperliche Arbeit mögen und bereit sein, draußen zu arbeiten. Als Natur- und Landschaftspfleger lernst du viele Abläufe direkt im Arbeitsalltag.

Als Natur- und Landschaftspfleger solltest du vor allem körperlich fit sein. Du arbeitest viel im Freien, trägst Material und bedienst Maschinen. Wichtig sind auch Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit und eine saubere, genaue Arbeitsweise. Technisches Verständnis hilft dir beim Umgang mit Geräten, Fahrzeugen und Werkzeugen. Als strukturierter Natur- und Landschaftspfleger behältst du Termine, Flächen und Aufgaben im Blick. Ein grundlegendes Interesse an Pflanzen und Böden ist ebenfalls sinnvoll.

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Bildnachweis: „Natur- und Landschaftspfleger“ ©ronstik – stock.adobe.com, „Natur- und Landschaftspfleger dokumentiert Arbeiten“ ©Tomasz Zajda - Fotolia